Das echte Pfaffi Leben…

Das Schicksal

Der Ziellose erleidet sein Schicksal – der Zielbewusste gestaltet es.

Immanuel Kant

Der Begriff Schicksal hat keine ihm zugrundeliegende eindeutig wertende Bedeutung. Synonym wird das Wort Los verwendet. Zumeist wird als Schicksal eine Art höhere Macht begriffen, die ohne direktes menschliches Zutun das Leben einer Person entscheidend beeinflusst. Beispiele: „Das Schicksal meint es gut mit ihr“, „Er wurde vom Schicksal dazu bestimmt“, „Das Schicksal nahm seinen Lauf“ oder derSchicksalsschlag. In diesem Sinne ist es der Inbegriff unpersönlicher Mächte. Ein Schicksal ist aber nicht ausschließlich unvermeidbar, daher wird auch davon gesprochen, „sein Schicksal zu meistern“ oder „sein Schicksal in die eigene Hand zu nehmen“.

Die Einstellung gegenüber dem Schicksal reicht von völliger Ergebung (Fatalismus) über den Glauben an seine Überwindbarkeit bis zur völligen Willensfreiheit des Individuums (Voluntarismus).

In den meisten Kulturen gilt das Schicksal als unausweichliche Bestimmung. In der Mythologie entwickelte sich der Gedanke des Schicksals als personifizierte Macht, die sowohl das individuelle Leben als auch den Weltlauf beherrschen, und das Schicksal dem Menschen „schicken“.

In der christlichen Theologie wird anstelle der Vorstellung des Schicksals das Konzept der göttlichen Vorsehung oder Prädestination bevorzugt, welches dem Willen Gottes und des Menschen größeren Raum lässt.

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