Das echte Pfaffi Leben…

Das Erlebnis

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Ich laufe. Ich laufe Weg. Ganz weit weg. Ich renne so schnell, dass
wie ich verzweifelnd nach Luft schnappen muss. Ich spüre mein Herz
rasen und bin ganz kurz davor abzuheben und aus meinem Körper
auszubrechen!!!

Ich liege auf dem Boden. Ganz allein und weit weg von allen anderen.
Weg von der Klinik, den Leuten und denen, die mir helfen sollen.

Ich schnappe nach Luft. Ich bin verstoßen, verzweifelt und traurig.
Mutterseelenallein. Verwirrt. Ich weine. Ich weiß nicht wohin mit mir.
Ich schaue mich um, schnappe nach Luft, suche nach Lösungen.

Plötzlich fällt mir ein Grashalm auf. Ich richte mich auf, setze mich
hin und beobachte es. Es reicht mir nicht…! Ich muss näher ran.

Ich lege mich wieder auf den angenehm kühlen Frühlingsboden und sehe
das Grass nun von unten. Ich beobachte wie es sich im Wind bewegt.
Langsam und geschmeidig und dann hektisch und schnell. Ich bleibe
liegen. Am Körper ist mir warm, ich schwitze, mein Gesicht ist kühl.
Das Grass kitzelt meine Stirn, es fühlt sich gut an.

Ein Maikäfer kriecht vorbei. Ich werde neugierig und beobachte.
Versuche meinen Atem möglichst ruhig zu halten und traue es mir nicht
mich zu bewegen.

Auf Einmal reicht es mir nicht, ich muss näherer ran. Ich lege mich
auf den Bauch und bewege mein Gesicht so nah zu der Erde, dass sich
ein Schatten über den Käfer wirft, die schönen Sonnenstrahlen
verschwinden und das Grass nicht mehr leuchtet.

Ich inspiziere. Bin erstaunt. Ich hole schnell meine Kamera aus der
Jackentasche und versuche das Erlebnis genauestens fest zu halten. In
erster Linie für mich. Oder doch für die Anderen?

Eine ganze Stunde verfliegt. Ich komme zu mir, schaue mich um und
stelle fest, dass ich wie ein kleiner Junge mich 60 Minuten mit einem
Maikäfer beschäftigt hatte… Ich schmunzle, Recke und Strecke mich
und schaue mich um.
Mein Blick wandert besorgt um mich herum. Hat mich jemand gesehen?
Womöglich beobachtet und gelacht? Auf einmal wird es mir egal. Ich
bemerke das zwitschern der Vögel, den kühlen Wind und die warmen
Sonnenstrahlen. Ich blicke auf den Grashalm. Der Käfer ist weg..

Innerlich bedanke ich mich für das wunderbare Erlebnis, richte mich
auf, schaue mich wiederholt um, blicke auf die auf die Uhr, schmunzle
wieder und gehe beruhigt zurück…

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Kommentare zu: "Das Erlebnis" (1)

  1. Ach, wie schööön!

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