Das echte Pfaffi Leben…

Heute hatte ich ein Telefonanruf von einem Ex-Pfaffi bekommen. Bob (der Name ist ausgedacht) ist circa acht Jahre jünger als ich und ein super Kerl. Wir haben uns in Pfaffi kennen gelernt, haben nie viel miteinander unternommen aber wir hatten uns gut verstanden.

Bob hat mich an einem sonnigen Samstag Nachmittag gegen 16 Uhr aus dem Bett geklingelt. Ich war im Bett weil ein Treffen mit einem Freund ausgefallen war und ich mich enttäuscht und erschöpft kurz ins Bett legen wollte um etwas Energie zu tanken.

Als ich Bobs Stimme gehört hatte, war ich sehr erfreut und überrascht. Meine Laune war sofort besser. Natürlich wollte ich gleich wissen wie es ihm geht, was er macht und wo er steckt. Er erzählte mir alles, wir tauschten Infos aus und fingen an über andere Pfaffis zu reden.

Nach dem Gespräch mit Bob war ich so motiviert, dass ich mir sofort dachte: „Warum eigentlich nicht…?“

Ich wusste Barbara ist im town! Ich nahm das Telefon und rief sie an. Ich tat den ersten Schritt! Sie freute sich. Wir trafen uns, tranken Kaffee, gingen spazieren, halfen einem Opa welcher hin gefallen war, lachten viel und sprachen über das Leben, die Pfaffis und die Welt.

„Was für ein Klasse Abend!“ – dachte ich mir und verabschiedete mich von Barbara. Danach ging ich gut gelaunt weiter, zog mich um und machte mich auf dem Weg zum public viewing des Fußballspiels Deutschland gegen Portugal.

Ich hasse Fußball und nun befand ich mich in einem Zelt voller kreischender und trinkender Menschen, neunzig Minuten meines Lebens einem Fußballspiel widmend.

„Was für eine Hölle“ dachte ich mir, doch dann dachte ich an Pfaffi! Ich erinnere mich daran den Moment zu genießen, mich von außen zu betrachten und das Leben nicht so ernst zu nehmen. Ich denke an Bob und Barbara.

Ich schaue mich um, sehe meine Freunde an und freue mich dabei zu sein. Ich trinke ein Bier. Freue mich über das Tor der Deutschen, gehe zum Feuer, treffe alte Bekannte, unterhalte mich und erwische mich dabei Spaß zu haben.

Wir ziehen weiter und landen bei einem Freund im Garten beim Lagerfeuer. Ein weiterer Freund greift die Gitarre und fängt an zu spielen. Ich schmunzle und erinnere mich an den Singeabend in Pfaffi…Ich greif mir ein Stock und klopfe und schnippe mit!

Ich erwische mich dabei wieder Spaß zu haben. Ich bin das erste Mal nach langer Zeit glücklich!
Oft heißt es einfach mal den ersten Schritt machen – danke Bob!

 

 

 

 

 

 

 

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Kommentare zu: "Den ersten Schritt machen – der Anruf" (3)

  1. Soso ‚Barbara‘ also? ;)
    Ist ‚Mister Autor‘ nichts besseres, als B a r b a r a, eingefallen? (: Barbara möchte umbenannt werden! Leila oder Linda!
    Sie haben die freie Wahl, Herr-Von-Und-Zu-Pfaffenrode ! ;)

    Barbara empfand Ihren geretteten Abend im Übrigen auch als wunderbar!
    Der Kaffee war zwar ziemlich schwach, der Nachmittag allerdings das ganze Gegenteil! ;)
    Löblich!

    Meine heutige Botschaft an all die Pfaffis; einfach mal ans Telefon gehen, wenns bimmelt! Wirkt wahre Wunder. ;)

    … Im Übrigen sind wir so ziemlich die Einzigen, die momentan nicht auf diesen ganzen übertriebenen Fußball-Quatsch stehen!

    Aloha !

    Ps. Logo folgt in Kürze!

  2. Schade das ich nicht weiß wer du bist. Aber spaß zu haben liegt immer an einem selber. Mir fehlen die Leute von Pfaffi auch. Und einige besonders denn das sind die , die mich zum lachen und nachdenken gebracht haben.

  3. m00nriver schrieb:

    ich fand die geschichte sehr inspiriend hat mich auch zum nachdenken gebracht, was hätte ich wohl in dieser situation gemacht? leider musste ich mir eingestehen, dass ich wohl den abend allein auf der couch verbracht hätte. mir fällt es immernoch schwer den ersten schritt zu machen, über meinen schatten zu springen und los zu lassen. um so großartiger und bewundernswerter find ich die geschichte. meinen respekt an den schreiberling. vielleicht komm ich irgendwann auch dahin.
    bis dahin lg alex

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